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Datum
14. Mai 2026
16. März 2026

Saisonauftakt in Istrien mit soliden Leistungen

ARBÖ Kärnten Sport Feld am See sammelt wichtige Rennkilometer und kleinere Ausrufezeichen

Mit der UMAG Classic am 4. März, der POREČ Classic am 8. März und der Istrian Spring Tour von 12. bis 15. März absolvierte das UCI Continental Team ARBÖ Kärnten Sport Feld am See seine erste große Frühjahrscampagne in Istrien. Auf dem Programm standen zwei internationale Eintagesrennen der UCI-Kategorie 1.2 sowie mit der Istrian Spring Tour eine stark besetzte Rundfahrt der Kategorie 2.2.

Zum Auftakt bei der UMAG Classic zeigte die Mannschaft bereits eine geschlossene Teamleistung. Das Rennen führte offiziell über 142,3 Kilometer und wurde im Sprint entschieden. Den Sieg holte sich der Tscheche Adam Bradáč. Besonders erfreulich aus Sicht des Teams: alle sechs Fahrer schafften es mit der ersten großen Gruppe in das Ziel. Die besten Platzierungen gingen an Ola Herheim als 45. und Matthias Jeindl als 47., dahinter folgten Matthias Erlacher (65.), Žumer (70.), Lorenz Krumpl (103.) und Simon Schabernig (119.). Damit gelang dem Team ein solider Saisonstart auf internationalem Niveau.

Auch bei der POREČ Classic war das Tempo von Beginn an enorm hoch. Die offizielle Distanz betrug 141,6 Kilometer von Poreč nach Tar. Sieger wurde der US-Amerikaner Viggo Moore. Für ARBÖ Kärnten Sport Feld am See verlief das zweite Saisonrennen allerdings unglücklich: Christian Rush und Ola Herheim, die beiden endschnellsten Fahrer im Aufgebot, waren in Stürze verwickelt und Ersterer konnte das Rennen nicht beenden. Trotzdem rettete das Team ein respektables Ergebnis ins Ziel: Žumer wurde 56., Ákos Mindszenti 71. und Simon Schabernig 111.

Mit der Istrian Spring Tour folgte anschließend die erste – und gleichzeitig eine der schwersten – Rundfahrten des Jahres. Das Rennen wurde von 12. bis 15. März ausgetragen und umfasste einen 1,5 Kilometer langen Prolog in Vrsar sowie drei Straßenetappen. Für das Team standen Stefan Pöll, Ákos Mindszenti, Gergő Grósz, Ola Herheim, Matthias Jeindl und Christian Rush am Start. Die Rundfahrt war stark besetzt, unter anderem standen Development- und Nachwuchsmannschaften großer internationaler Rennställe und insgesamt 173 Fahrer am Start.

Im Prolog setzte Christian Rush als 80. das beste Teamergebnis. Der Auftakt auf dem Flugplatz bei Vrsar war flach und kurz, die Siegerzeit stellte Francesco Baruzzi von Team Visma | Lease a Bike Development auf. Gergő Grósz belegte Rang 82. und war somit gleichauf mit den Klassementfahrern der anderen Teams.

Auf der 1. Etappe von Poreč nach Funtana über 149,7 Kilometer lief es für das Team erneut nicht ohne Rückschläge. Rush erlitt in einer hektischen Rennsituation einen Hinterraddefekt und war damit aus dem Sprintfinale. Gergő Grósz erreichte als 88. in derselben Zeit wie der Tagessieger Bruno Kessler das Ziel und hielt sich damit für das Gesamtklassement weiter in einer guten Ausgangslage. Zusätzlich musste das Team den krankheitsbedingten Ausfall von Ola Herheim verkraften, der nicht an den Start gehen konnte.

Die beste sportliche Leistung zeigte das Team auf der 2. Etappe mit Bergankunft in Motovun. Das Teilstück von Novigrad nach Motovun führte über 130 Kilometer und wurde von Matisse Van Kerckhove gewonnen. Gergő Grósz zeigte auf dem schweren Finale mit Kopfsteinpflaster eine starke Leistung und belegte Rang 45, nachdem ihn seine Teamkollegen ideal am Fuß des Schlussanstiegs positioniert hatten. Damit bestätigte Grósz seine Klasse als Fahrer für selektive und bergige Rundfahrten.

Auf der Schlussetappe von Pazin nach Umag über 125 Kilometer war dann wieder Christian Rush für das Finale vorgesehen. Das Feld raste nahezu geschlossen Richtung Ziel, ehe ein Sturz mehrerer Fahrer in den technisch anspruchsvollen letzten drei Kilometern die Chancen auf eine Topplatzierung zunichtemachte. Rush war in den Sturz verwickelt, wurde wegen der 3-Kilometer-Regel aber mit der Zeit des Hauptfeldes gewertet und als 48. klassiert. Den Etappensieg holte Alessio Magagnotti (RedBull BH devo), den Gesamtsieg der Rundfahrt sicherte sich Matisse Van Kerckhove (Visma Lease a Bike devo). Gergő Grósz vom Team schloss die Tour auf Gesamtrang 44 ab und sorgte damit für das sportliche Highlight des Teams bei der Rundfahrt.

Unterm Strich brachte die Istrien-Kampagne genau das, was die Frühphase einer Saison auf diesem Niveau ausmacht: wichtige Rennhärte, internationale Vergleichswerte und mehrere klare positive Signale.

Bericht: David Polzer

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