Ein Wochenende mit zwei völlig unterschiedlichen Renntagen liegt hinter uns. Während Christian Rush am Samstag beim traditionsreichen City-Kriterium in Steyr mit einem starken fünften Platz überzeugte, wurde der GP Poggiana am Sonntag in Italien für unsere junge Mannschaft zu einem der härtesten Rennen der bisherigen Saison.
Christian Rush fährt in Steyr auf Platz fünf
Den Auftakt machte am Samstag, 8. August, das 28. Internationale ASVÖ Hrinkow City Kriterium Steyr powered by Raiffeisen. Auf dem schnellen Innenstadtkurs standen für die Elite 60 Runden und insgesamt 60 Kilometer auf dem Programm. Das Rennen wurde mit einem Schnitt von 41,4 km/h gefahren.
Christian Rush präsentierte sich von Beginn an aktiv und konnte im Verlauf des Kriteriums immer wieder wichtige Punkte sammeln. Am Ende standen zehn Punkte und ein starker fünfter Gesamtrang für den Neuseeländer zu Buche. Damit setzte Christian seine guten Leistungen der vergangenen Wochen fort.
Der Sieg ging an den Luxemburger Loïc Bettendorff vor Josef Dirnbauer und Adrian Stieger. Christian platzierte sich damit erneut weit vorne in einem stark besetzten österreichischen Rennen.
Nach den Innenstadtkriterien in Graz und Wels war Steyr zugleich ein weiterer erfolgreicher Auftritt unseres Teams bei einem der traditionsreichen österreichischen Kriteriumsrennen.
Weltklasse-Nachwuchs beim GP Poggiana
Keine 24 Stunden später wartete auf einen anderen Teil unserer Mannschaft eine völlig andere Herausforderung. Beim 50. Gran Premio Sportivi di Poggiana – Trofeo Bonin Costruzioni in Italien ging es über 164,5 Kilometer und rund 1.800 Höhenmeter. Das UCI-1.2U-Rennen zählt zu den hochkarätigsten internationalen Eintagesrennen für U23-Fahrer.
Entsprechend stark war das Starterfeld. Unter anderem standen die Nachwuchsmannschaften von INEOS Grenadiers, Bahrain Victorious, XDS Astana und Tudor Pro Cycling sowie Hagens Berman Jayco und zahlreiche der stärksten italienischen U23-Teams am Start.
Für ARBÖ Kärnten Sport Feld am See gingen Gergő Grósz, Ola Blikberg Herheim, Ákos Mindszenti und Tobias Fischer ins Rennen.
Extreme Hitze macht ohnehin schweres Rennen noch härter
Neben der enormen sportlichen Qualität des Feldes wurde das Rennen durch die extreme Hitze zusätzlich erschwert. Auf dem selektiven Rundkurs wurde von Beginn an aggressiv gefahren, wodurch sich das Feld zunehmend verkleinerte.
Unsere Fahrer kämpften lange darum, im Rennen zu bleiben. Besonders Gergő Grósz hielt sich bis weit in die Schlussphase im Rennen. Rund 15 Kilometer vor dem Ziel befand sich der frischgebackene ungarische Gravel-Meister noch in einer etwa 40 Fahrer starken Gruppe. Aufgrund des 7 Minuten Rückstands auf die Spitze wurde diese Gruppe jedoch von der Rennorganisation aus dem Rennen genommen.
Damit erreichte an diesem Tag leider keiner unserer vier Fahrer das Ziel. Wie selektiv das Rennen tatsächlich war, zeigt ein Blick auf das Endergebnis: Lediglich 39 Fahrer erreichen das Ziel.
Der Sieg ging an Nicolas Milesi von der INEOS Grenadiers Racing Academy, der sich nach 3:48:59 Stunden vor Tommaso Anastasia und Cristian Sanfilippo durchsetzte. Mit Mattia Negrente von der XDS Astana Development Team, Kasper Borremans von Bahrain Victorious Development und Jesper Stiansen von Tudor Pro Cycling Team U23 fanden sich weitere Fahrer großer internationaler Nachwuchsprogramme ganz vorne im Ergebnis.
Fotos Kriterium Steyr: Lars Eberhart