Ein erfolgreiches internationales Rennwochenende liegt hinter dem Team ARBÖ Kärnten Sport Feld am See. Bei der West Bohemia Tour 2026 in Tschechien präsentierte sich unsere junge Mannschaft in einem stark besetzten internationalen U23-Feld. Besonders Gergő Grósz überzeugte mit zwei siebenten Etappenplätzen und Rang 15 in der Gesamtwertung.
Die Rundfahrt der UCI-Kategorie 2.2U wurde von 20. bis 23. August in Westböhmen ausgetragen und führte über einen Prolog sowie drei anspruchsvolle Etappen mit insgesamt rund 443 Kilometern. 125 Fahrer standen auf der Startliste, darunter Fahrer von starken Development- und Continental-Teams wie Alpecin-Premier Tech Development, Hagens Berman Jayco, Tirol KTM, Metec-SOLARWATT und AIRTOX-Carl Ras sowie mehrere Nationalmannschaften. Für ARBÖ Kärnten Sport Feld am See gingen Lorenz Krumpl, Gergő Grósz, Ola Blikberg Herheim, Ákos Mindszenti und Tobias Fischer an den Start.
Starker Auftakt beim Bergprolog
Den Auftakt bildete am Donnerstag ein kurzer, aber intensiver 3,7 Kilometer langer Bergprolog in Starý Plzenec. Bereits hier zeigte Gergő Grósz, dass er bei dieser Rundfahrt vorne mitmischen kann.
Der 19-jährige ungarische Meister erreichte mit lediglich 14 Sekunden Rückstand den 16. Platz. Damit schuf er eine ausgezeichnete Ausgangsposition für die folgenden drei Straßenetappen. Auch Ola Blikberg Herheim startete mit Rang 42 solide in die Rundfahrt. Den Prolog gewann der Tscheche Adam Pešek.
Erste Etappe: Grósz hält sich in den Top 20 der Gesamtwertung
Am Freitag warteten auf der ersten regulären Etappe rund um Rokycany 144,8 Kilometer auf das Feld. Das wellige Terrain und die zahlreichen Positionskämpfe machten den Tag trotz der kompakten Abstände zu einer anspruchsvollen Angelegenheit.
Ola Blikberg Herheim erreichte als bester Fahrer unseres Teams auf dieser Etappe Rang 27. Gergő Grósz kam auf Platz 39 ins Ziel und verteidigte damit seinen 16. Platz in der Gesamtwertung, weiterhin nur 15 Sekunden hinter der Spitze.
Für Tobias Fischer endete die Rundfahrt leider auf dieser Etappe vorzeitig. Er konnte das Rennen nicht beenden.
Den Tagessieg holte sich Nio Vandevorst vom Alpecin-Premier Tech Development Team.
Erster Top-10-Erfolg auf der zweiten Etappe
Am Samstag folgte mit der 143,8 Kilometer langen zweiten Etappe rund um Klatovy einer der sportlichen Höhepunkte aus unserer Sicht. Mehr als 2.100 Höhenmeter und ein ständig wechselndes Streckenprofil sorgten für ein forderndes Rennen.
Gergő Grósz hielt sich über den gesamten Tag hervorragend im vorderen Teil des Feldes und positionierte sich auch im entscheidenden Finale richtig. Im Kampf um den Tagessieg sprintete er schließlich auf einen starken siebenten Platz.
Damit erzielte Gergő eines der besten internationalen UCI-Ergebnisse des Teams in dieser Saison und bestätigte seine starke Entwicklung. Gleichzeitig blieb er mit nur 15 Sekunden Rückstand weiterhin auf Rang 16 der Gesamtwertung.
Auch Ola Blikberg Herheim zeigte eine sehr gute Leistung und erreichte auf der zweiten Etappe den 24. Platz. Der Tagessieg ging an Julien Ruhe vom Kelly Benefits Cycling Team.
Noch einmal Platz sieben beim Finale in Plzeň
Die Entscheidung fiel am Sonntag auf der dritten und letzten Etappe mit Start und Ziel in Plzeň. Über 150,6 Kilometer und knapp 2.000 Höhenmeter bot sich noch einmal ein anspruchsvolles Finale der viertägigen Rundfahrt.
Und erneut war Gergő Grósz ganz vorne dabei.
Im entscheidenden Finale behauptete sich unser Fahrer in der Spitzengruppe und sprintete zum zweiten Mal in Folge auf den siebenten Etappenplatz. Dabei kam er zeitgleich mit Etappensieger Danijel Agricola vom Metec-SOLARWATT-Team ins Ziel.
Durch das starke Ergebnis verbesserte sich Gergő am letzten Tag noch um einen Platz und beendete die West Bohemia Tour auf dem ausgezeichneten 15. Rang der Gesamtwertung. Nach fast 443 Rennkilometern fehlten ihm lediglich 21 Sekunden auf Gesamtsieger Václav Ježek.
Ola Blikberg Herheim erreichte auf der Schlussetappe Platz 50 und brachte die Rundfahrt ebenfalls erfolgreich zu Ende. In der Gesamtwertung belegte der Norweger mit lediglich 55 Sekunden Rückstand den 38. Platz.
Für Lorenz Krumpl und Ákos Mindszenti endete die Rundfahrt hingegen auf der anspruchsvollen Schlussetappe vorzeitig.